Fertiggaragen: Kosten, Arten, Genehmigung & Vergleich

Eine Fertiggarage ist für viele Hausbesitzer die schnellste und kalkulierbarste Lösung, um ihr Fahrzeug sicher unterzustellen. Doch welche Varianten gibt es? Was kostet eine Fertiggarage wirklich? Braucht man eine Baugenehmigung? Und worauf sollte man beim Kauf achten?

In diesem großen Ratgeber erfährst du alles, was du vor der Entscheidung wissen musst – inklusive Kostenüberblick, Vergleich der Bauarten und praktischer Tipps aus der Baupraxis.

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Angebote einholen und durchrechnen lohnt sich auf jeden Fall. (Foto: Christin Hume, Unsplash)

Was ist eine Fertiggarage?

Eine Fertiggarage ist eine industriell vorgefertigte Garage, die komplett oder in großen Modulen angeliefert und innerhalb weniger Stunden auf dem vorbereiteten Fundament montiert wird. Im Gegensatz zur gemauerten Garage entsteht sie nicht Stein für Stein auf der Baustelle, sondern wird im Werk produziert – unter kontrollierten Bedingungen.

Typische Merkmale:

  • Lieferung per LKW und Kran
  • Montage in wenigen Stunden
  • kalkulierbare Festpreise
  • geprüfte Statik

Für Bauherren bedeutet das: weniger Bauzeit, weniger Überraschungen, weniger Koordinationsaufwand.

Welche Arten von Fertiggaragen gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man drei Bauarten.

1. Betonfertiggarage

Die häufigste Variante in Deutschland.

Vorteile:

  • sehr langlebig (30–50 Jahre realistisch)
  • hohe Stabilität
  • wartungsarm
  • guter Schallschutz

Typisch geeignet für:

  • Eigenheime
  • Doppelgaragen
  • wertige Immobilien

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2. Stahlgarage

Eine günstigere und leichtere Alternative.

Vorteile:

  • niedrigerer Einstiegspreis
  • flexibel erweiterbar
  • schnelle Lieferung

Nachteile:

  • geringerer Schallschutz
  • anfälliger für Kondenswasser bei schlechter Belüftung

3. Holzgarage (Sonderfall)

Optisch attraktiv, aber seltener als klassische Fertiggarage im engeren Sinne.

  • stärker pflegebedürftig
  • optisch individuell
  • eher im ländlichen Bereich beliebt

Was kostet eine Fertiggarage?

Die Kosten hängen von Größe, Material, Ausstattung und Fundament ab.

Durchschnittliche Preise 2026:

Typ Preis Garage Mit Lieferung Mit Fundament
Einzelgarage Beton 6.000 – 9.000 € meist inkl. 8.000 – 12.000 €
Doppelgarage Beton 10.000 – 16.000 € meist inkl. 14.000 – 20.000 €
Stahlgarage 3.500 – 7.000 € teils extra 6.000 – 10.000 €

Zusätzliche Kosten:

  • Fundament (1.500 – 4.000 €)
  • Kranstellung bei schwieriger Zufahrt
  • Elektrik
  • Torupgrade (Sektionaltor, Motor)
  • Entwässerung

Wichtig: Der reine Garagenpreis ist selten der Endpreis. Eine seriöse Planung berücksichtigt immer Fundament und Nebenkosten.

Brauche ich eine Baugenehmigung?

Das hängt vom Bundesland und der Größe der Garage ab.

In vielen Bundesländern sind Garagen bis zu einer bestimmten Grundfläche genehmigungsfrei – aber:

  • Abstandsflächen müssen eingehalten werden.
  • Grenzbebauung ist reguliert.
  • Bebauungspläne können Einschränkungen enthalten.

Hier geht’s zum Thema Baurecht im Detail.

Der Fuchs rät: Vor Bestellung immer beim zuständigen Bauamt nachfragen.

Lieferung & Aufbau – so läuft es ab

Der Ablauf ist in der Regel:

1. Fundament vorbereiten (Bodenplatte oder Streifenfundament)
2. Anlieferung per LKW
3. Positionierung mit Autokran
4. Abdichtung & Feinarbeiten

Die reine Montage dauert oft nur 1–3 Stunden.

Wichtig: Die Zufahrt zum Grundstück muss für LKW und Kran geeignet sein.

Vorteile und Nachteile einer Fertiggarage

Vorteile

✔ kurze Bauzeit
✔ planbare Kosten
✔ geprüfte Statik
✔ kaum Bauchaos

Nachteile

✘ weniger Individualisierung als Massivbau
✘ Fundament zwingend erforderlich
✘ Transportabhängigkeit

Wie lange hält eine Fertiggarage?

Eine hochwertige Betonfertiggarage erreicht problemlos 30 bis 50 Jahre Lebensdauer.

Entscheidend sind:

  • Betonqualität
  • Dachabdichtung
  • korrekte Fundamentausführung
  • regelmäßige Wartung

Stahlgaragen haben meist eine etwas kürzere Lebensdauer, abhängig von Beschichtung und Pflege.

Für wen lohnt sich eine Fertiggarage?

Eine Fertiggarage eignet sich besonders für:

  • Hausbesitzer mit Neubau
  • Eigentümer mit wenig Bauzeit
  • Vermieter
  • E-Auto-Fahrer (Wallbox-Vorbereitung möglich)
  • Auto- und Motorrad-Enthusiasten, die schnellen und sicheren Schutz wünschen

Gerade bei hochwertigen Fahrzeugen ist eine geschlossene Garage deutlich besser als ein Carport – nicht nur wegen Witterung, sondern auch wegen Sicherheit.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

  • Seriöser Hersteller mit Referenzen
  • klare Preisstruktur
  • Fundamentplanung im Angebot enthalten
  • Torqualität
  • Dachabdichtung
  • Gewährleistung

Vergleiche niemals nur den Basispreis – sondern immer das Gesamtpaket.

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Fazit: Ist eine Fertiggarage die richtige Wahl?

Wenn du eine schnelle, kalkulierbare und langlebige Lösung suchst, ist die Fertiggarage in den meisten Fällen die sinnvollste Option.

Sie bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, kurze Bauzeiten und hohe Stabilität.

Wer maximale Individualisierung wünscht, sollte den Massivbau prüfen – wer Effizienz, Tempo und Planbarkeit sucht, fährt mit einer Fertiggarage meist besser.

Häufige Fragen zur Fertiggarage

Wie lange dauert die Montage?
Oft nur wenige Stunden nach Anlieferung.

Kann ich die Garage später versetzen?
Betonfertiggaragen sind grundsätzlich versetzbar, aber mit Aufwand verbunden.

Ist eine Dämmung sinnvoll?
Für reine Fahrzeugunterbringung meist nicht zwingend. Bei Werkstattnutzung empfehlenswert.

Ist eine Fertiggarage günstiger als eine gemauerte Garage?
In der Regel ja, insbesondere durch geringere Bauzeit und planbare Kosten.